Das Display der Kamera erlaubt häufig keine wirklich fundierte Beurteilung der (technischen) Qualität eines Bildes. Erst ein Blick auf den Monitor des Notebooks bzw. des Desktop-PCs liefert ein hinreichend großes Bild, um diese Beurteilung vornehmen zu können. Nun ist es ja relativ umständlich, das Shooting dauernd unterbrechen zu müssen, um die Kamera an den Rechner anzuschließen, die Bilder zu übertragen und sich schließlich in irgendeinem Anzeigeprogramm ein Bild zu machen.
Eine wirklich praktische Sache ist hingegen ein kabelgebundenes Fernauslösen der Kamera verknüpft mit einem Autoimport der entsprechenden Anzeigesoftware. Zumindest auf Seiten des Canon-Lagers geht das recht einfach mit den EOS Utilities in Verbindung mit Lightroom (es geht aber ach jedes andere Bildbetrachtungsprogramm, das in der Lage ist, den eingestellten Dateityp darzustellen (JPG oder CR2.) z.B. IrfanView, siehe unten).
1. Kamera über das USB-Kabel an den Rechner anschliessen und Kamera einschalten.
2. EOS Utility starten, ‘Kamera-Einstellungen/Fernaufnahme’ wählen.

3. Im Programmfenster ‘Datei - Voreinstellungen…’ wählen.

4. In der Registerkarte ‘Zielordner’ ein Verzeichnis der Wahl auswählen (Achtung: Wenn Lightroom verwendet wird, dann muss dieses Verzeichnis leer sein, sofern die Autoimport-Einstellungen in Lightroom noch nicht definiert wurden, siehe unten).
5. Lightroom starten, ‘Datei - Automatisch importieren - Einstellungen für den automatischen Import…’ wählen

6. Im Dialog (a) den Ordner auswählen, der überwacht werden soll und (b) den Ordner auswählen, in welchen die neuen Bilder verschoben werden sollen (z.B. ein Unterordner, der den Namen des aktuellen Shootings bekommt oder einen, der die Bezeichnung der Kamera trägt)

7. Nun noch den Autoimport tatsächlich aktivieren (’Datei - Automatisch Importieren - Automatischen Import aktivieren’) und schon kann es losgehen…
Der Haken bei der Geschichte: Es dauert eine gewisse Zeit, abhängig vom Dateityp JPG vs. Raw und der Auflösung der Kamera, bis das Bild auf dem Monitor sichtbar ist - bei mir (EOS 20D udn RAW) sind das handgestoppte 7 Sekunden, ist also eher etwas für geduldige Leute.
Für Nicht-Besitzer von Lightroom:
Das EOS-Utility erlaubt die Definition einer zu verknüpfenden Software, zu der die Bilder gesendet werden. Dazu wählt man unter ‘Datei - Voreinstellungen…’ die Registerkarte ‘Verknüpfte Software’ und trägt hier mit einem Klick auf ‘Einstellungen’ das Programm der Wahl ein. Hier ist es IrfanView:

Happy tethered shooting!